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Wirtschaft | 08.02.2010 07:41 Uhr

Immer Ärger mit der Mietkaution

Sparkassenbuch unter Geldscheinen © dpa/picture-alliance Fotograf: Patrick Pleul

Wer in eine neue Wohnung einzieht, muss in der Regel drei Monatsmieten Kaution hinterlegen. Dabei gibt es aber immer wieder Probleme, wie zum Beispiel bei Familie Reschke aus Schwerin.

Vor neun Jahren ist Cornelia Reschke mit Mann und Tochter ausgezogen und wartet immer noch darauf, dass der Vermieter ihr die Kaution auszahlt: 1.500 D-Mark. Immer wieder habe sie den Vermieter angeschrieben, habe abgewartet, habe wieder geschrieben - doch pausiert sei nichts, berichtet Reschke.

Verjährungsfrist beachten 

Weil sich der Vermieter weigert, zahlt die Bank das Geld, das auf einem an den Vermieter verpfändeten Sparbuch liegt, nicht aus. Reschkes Fall ist besonders schwierig, aber nicht ungewöhnlich. Immer wieder gibt es Probleme mit der Kaution, sagt Siegmund Chychla vom Mieterverein Hamburg. Viele Vermieter zögerten die Rückzahlung wegen ausstehender Betriebskostenabrechnungen heraus: "Normalerweise geht man davon aus, dass das drei bis vier, fünf Monate sind."

Wenn es länger dauert, müsse sich aber der Mieter auch selbst darum kümmern, erklärt Chychla. Wende sich der Mieter sich nicht rechtzeitig an den Vermieter werde es schwierig, wenn die Angelenheit sich Jahre hinziehe. Denn normalerweise ist die Forderung nach drei Jahren verjährt. Cornelia Reschke aber schreibt weiterhin Briefe an Bank und Vermieter - auch wenn sie die Hoffnung längst aufgegeben hat.

Autor: Nicolai Kwasniewski

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