01.03.2010 00:00 Uhr
Schwere Schäden durch Orkantief Xynthia
Köln: Das Sturmtief Xynthia hat in Deutschland und mehreren anderen europäischen Ländern schwere Schäden verursacht.
Orkanböen entwurzelten vor allem in Südwestdeutschland zahlreiche Bäume, deckten Dächer ab und wirbelten Baustellenteile durch die Luft. Im Reiseverkehr kam es zu chaotischen Verhältnissen. In Nordrhein-Westfalen und im Saarland fahren keine Züge mehr, Flüge fielen aus. Auch in Teilen Niedersachsens sind Polizei und Feuerwehr im Dauereinsatz. Umgestürzte Bäume blockierten unter anderem den Verkehr auf der A7 zwischen Kassel und Hannover. Bundesweit kamen fünf Menschen ums Leben.
Am stärksten betroffen ist Frankreich. Dort starben mindestens 45 Menschen infolge des Orkans. Die meisten von ihnen ertranken bei Überschwemmungen an der Atlantikküste. Rund eine Million Haushalte waren ohne Strom. Die EU stellte bereits Finanzhilfen für die am meisten geschädigten Länder in Aussicht.
700 Erdbebenopfer in Chile
Santiago: In Chile ist die Zahl der Erdbebenopfer auf mehr als 700 gestiegen.
Das teilte Präsidentin Bachelet mit. Ihr Land sehe sich mit einer Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes konfrontiert, so Bachelet. Sie erklärte wegen zunehmender Plünderungen in den besonders betroffenen Regionen für 30 Tage den Ausnahmezustand. Für die Stadt Concepción ordnete die Präsidentin bis auf weiteres eine nächtliche Ausgangssperre an.
Das Beben hatte eine Stärke von 8,8 und war damit eines der stärksten, das jemals gemessen wurde. Durch die Erdstöße verloren hunderttausende Menschen ihr Zuhause.
Merkel rügt Sponsoring-Praxis
Berlin: Bundeskanzlerin Merkel hat sich kritisch über die Sponsoring-Affäre der CDU in Nordrhein-Westfalen und Sachsen geäußert.
Die Landesverbände dürften das Amt des Ministerpräsidenten nicht mit Sponsoring vermischen, sagte Merkel in der ARD. Es dürfe nicht der Eindruck entstehen, als würde mit diesem Amt geworben.
Die Christdemokraten in Nordrhein-Westfalen und Sachsen hatten bei Parteiveranstaltungen Firmen gegen Geld Gespräche mit ihren Ministerpräsidenten Rüttgers und Tillich angeboten. Die Landesverbände räumten ein, Fehler gemacht zu haben. In Düsseldorf trat wegen der Affäre Generalsekretär Wüst zurück.
Steinmeier kritisiert Amtsnachfolger Westerwelle
Berlin: Der ehemalige Bundesaußenminister Steinmeier hat die Amtsführung seines Nachfolgers Westerwelle kritisiert.
Der SPD-Fraktionschef sagte der "Bild-Zeitung", die Menschen hätten kaum die Chance, Westerwelle als Außenminister kennen zulernen. Statt dessen gefalle sich der FDP-Vorsitzende und Vizekanzler in populistischen Debatten. Für die Außenpolitik habe Westerwelle offenbar keine Zeit.
Ähnlich äusserten sich Vertreter der Grünen.
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Schäuble im Krankenhaus
Berlin: Bundesfinanzminister Schäuble liegt nach einer Operation im Krankenhaus.
Ein Sprecher des Ministeriums bestätigte, dass dem querschnittsgelähmten CDU-Politiker ein Implantat erneuert wurde. Da die Wunde nicht ordentlich verheilt sei, werde Schäuble morgen erneut operiert. Danach müsse er noch in der Klinik bleiben und werde von dort aus seinen Amtsgeschäften nachgehen.
Obama verlängert Antiterror-Gesetz
Washington: US-Präsident Obama hat buchstäblich in letzter Minute die Antiterror-Gesetze verlängert.
Obama setzte seine Unterschrift unter den so genannten PATRIOT ACT, der kurz nach den Anschlägen vom 11. September 2001 in Kraft getreten war. Die Regelungen wären gestern ausgelaufen. Das Gesetz gibt den Behörden weitgehende Befugnisse bei der Terror-Bekämpfung. So wird das Abhören von Telefonaten und die Kontrolle der E-Mail-Korrespondenz erleichtert. Der Kongress hatte der Verlängerung des Gesetzes bereits zugestimmt.
Sportmeldungen
Zum Sport: Bei den Olympischen Winterspielen hat Ski-Langläufer Axel Teichmann die insgesamt 30. Medaille für Deutschland geholt.
Der 30-Jährige gewann im 50-Kilometer-Massenstartrennen Silber. Im letzten olympischen Wettbewerb hat Kanada im Eishockey die Goldmedaille gewonnen. Die Gastgeber besiegten die USA mit 3 zu 2.
In der Fußball-Bundesliga hat der Hamburger SV auswärts gegen Bayern München mit 0 zu 1 verloren. Die Bayern stehen damit wieder an der Tabellenspitze.
Hannover 96 unterlag dem VfL Wolfsburg mit 0 zu 1 und ist jetzt Tabellen-Vorletzter.
Das Wetter:
Stark bewölkt, teils kräftiger Regen, später in Schleswig-Holstein teils auch Schneeregen oder Schnee, 3 bis 0 Grad, meist starker Süd- bis Westwind, teils Sturmböen, in Niedersachsen auch schwere Sturmböen, in den Hochlagen orkanartige Sturmböen!
Am Tage stark bewölkt, ab und zu Regen, Schneeregen oder Schnee, von Westen her Auflockerungen, 2 bis 6 Grad.
Die weiteren Aussichen:
Am Dienstag und Mittwoch wechselnd bis stark bewölkt, einzelne Regen-, Schneeregen- oder Schneeschauer möglich, 2 bis 8 Grad.
Und nun die angekündigte Unwetterwarnung:
Im südöstlichen Niedersachsen treten orkanartige Böen bis 110 Kilometer pro Stunde aus Süd bis Südwest auf.