26.02.2010 00:00 Uhr
Städte-und Gemeindebund begrüßt Schlichtungskompromiss
Berlin: Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat den Einigungsvorschlag der Schlichtungskommission im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes des Bundes und der Länder begrüßt.
Hauptgeschäftsführer Landsberg sprach im rbb von einem Ergebnis mit Augenmaß und einem Sieg der Vernunft. In der "Berliner Zeitung" ergänzte er, sein Verband gehe davon aus, dass der Spruch wie angeregt angenommen werde. Landsberg betonte zugleich, dass der Spruch an der Obergrenze des für die Kommunen Erträglichen liege und noch vielen seiner Mitglieder schwer fallen werde.
Der zuvor von der Schlichtungskommission präsentierte Kompromiss sieht für die rund zwei Millionen Beschäftigten eine Einmalzahlung von 240 Euro im kommenden Jahr und eine Lohnerhöhung in drei Stufen um insgesamt 2,3 Prozent vor. Gewerkschaften und Arbeitgeber begrüßten die Empfehlung. Die Tarifparteien wollen nun am Sonnabend in Potsdam darüber verhandeln.
Arbeitsmarkt zeigt sich trotz Krise und Kälte robust
Nürnberg: Mit Kurzarbeit hat der Arbeitsmarkt auch im Februar Krise und Kälte trotzen können.
Die Zahl der Erwerbslosen stieg im Vergleich zum Vormonat überraschend gering um 26-tausend auf etwa 3,643 Millionen. Die Quote erhöhte sich um 0,1 Punkte auf 8,7 Prozent. Die zuständige Bundesagentur erklärte, Kurzarbeit werde noch immer stark genutzt und helfe, den Arbeitsmarkt zu stabilisieren. Die zuständige Bundesministerin von der Leyen betonte jedoch, Wachsamkeit bleibe oberstes Gebot.
Unionsinterne Debatte um Atomausstieg dauert an
Berlin: Die unionsinterne Debatte über einen Zeitplan für den Atomausstieg geht unvermindert weiter.
Der saarländische Ministerpräsident Müller wirbt dafür, am Atomausstiegskonzept der rot-grünen Bundesregierung aus dem Jahr 2000 festzuhalten. Danach sollen alle Meiler bis 2022 schrittweise abgeschaltet werden. Die Parteispitzen der schwarz-gelben Koalition hatten auf ihrem Treffen am Mittwoch bekräftigt, zur Atomkraft werde auch nach den Äußerungen von Umweltminister Röttgen der Koalitionsvertrag eingehalten. Röttgen spricht sich, wie im Koalitionsvertrag festgeschrieben, für längere Laufzeiten der Atomkraftwerke aus. Der Ressorchef hält es aber für denkbar, dass die Kernkraft 2030 von Öko-Energien abgelöst werden kann. Dagegen gibt es in der Union und der FDP auch Forderungen nach noch deutlich längeren Laufzeiten.
Jantzen übernimmt Käßmanns Bischofsamt in Hannover
Hannover: Der Lüneburger Landessuperintendent Jantzen übernimmt vorläufig die Amtsgeschäfte der zurückgetretenen hannoverschen Landesbischöfin Käßmann.
Das hat der Kirchensenat einstimmig beschlossen. Jantzen leitet derzeit den Sprengel Lüneburg. Sein neues Amt führt der 64-Jährige bis zur Wahl eines neuen Landesbischofs. Käßmann hatte gestern ihre Ämter als Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche und als hannoversche Landesbischöfin aufgegeben. Sie zog damit die Konsequenzen aus einer Fahrt mit dem Auto unter Alkoholeinfluss.
Gaddafi ruft zum Heiligen Krieg gegen die Schweiz auf
Tripolis: Der libysche Revolutionsführer Gaddafi hat die Muslime zum Heiligen Krieg gegen die Schweiz aufgerufen.
Gaddafi erklärte, die Eidgenossenschaft sei ein ungläubiger Staat, in dem Moscheen zerstört würden.Sein Aufruf sei im Gegensatz zu den Aktionen des - so wörtlich - geisteskranken Netzwerks Al-Kaida kein Terrorismus, so Gaddafi. Die diplomatischen Beziehungen zwischen beiden Staaten waren 2008 nach der Festnahme eines Sohns von Gaddafi in Genf abgebrochen worden. Gaddafi Junior war beschuldigt worden, Hausangestellte misshandelt zu haben.
Olympische Winterspiele
Whistler: Viktoria Rebensburg hat für Deutschland die insgesamt achte Goldmedaille bei den Olympischen Winterspielen gewonnen.
Die 20 Jahre alte Skirennfahrerin holte sich beim auf heute verschobenen Riesenslalom-Finale den Sieg. Zudem errang die deutsche Langlauf-Staffel der Damen die Silbermedaille.
Fussball
Zum Fussball: Die Nordclubs HSV, VFL Wolfsburg und Werder Bremen ziehen ins Achtelfinale der Fußball-Europa-League ein.
Hamburg verlor zwar im Rückspiel der Zwischenrunde beim PSV Eindhoven mit 2 zu 3, ist aber dank des 1:0-Hinspielsieges in der Runde der letzten 16 dabei.
Wolfsburg hat gegen den FC Villareal mit 4:1 gewonnen. Bremen siegte gegen Twente Enschede ebenfalls mit 4 zu 1.
DAS WETTER
Wechselnd bis stark bewölkt, anfangs meist trocken, später von Südwesten Regen, 5 bis 0 Grad.
Am Tage dicht bewölkt und regnerisch, nachmittags von Westen auflockernd mit Schauern, 2 Grad auf Usedom bis 10 Grad in Hannover und an der Ems, schwacher bis mäßiger, in Niedersachsen frischer Süd- bis Südostwind.
DIE WEITEREN AUSSICHTEN
Am Wochenende meist bedeckt und gelegentlich Regen, 3 bis 7 Grad.
Am Montag stark bewölkt und regnerisch, 2 bis 5 Grad.
DIE WINDVORHERSAGE
Deutsche Bucht: Süd bis Südost 4 bis 5
Westliche Ostsee: Südost bis Süd bis 4
Südliche Ostsee: Südost um 4