09.02.2010 00:00 Uhr
Angeblich Geständnis in Ermittlungen zum Einsturz des Kölner Stadtarchivs
Köln: Den Ermittlern im Fall des eingestürzten Stadtarchivs von Köln liegt offenbar ein erstes Geständnis vor.
Ein Bauarbeiter der neuen U-Bahn-Linie habe gegenüber der Staatsanwaltschaft Nachlässigkeit eingeräumt, berichtet der KÖLNER STADTANZEIGER. Der Polier soll den Mann angewiesen haben, weniger Eisenbügel in die Außenwand einzuflechten, als eigentlich vorgesehen. Die nicht verwendeten Metallbügel sollen dem Bericht zufolge an einen Schrotthändler verkauft worden sein.
Die Staatsanwaltschaft in Köln wollte den Bericht weder bestätigen noch dementieren. In dem etwa 3,50 Meter breiten Abschnitt der Außenwand, in dem die Metallbügel gefehlt hätten, habe ein Gutachter vor dem Unglück Auffälligkeiten entdeckt, hieß es weiter. Zudem gebe es Hinweise darauf, dass das Protokoll für diesen Bauabschnitt gefälscht worden war.
Justizminister fordern schnelles Handeln bei Jobcentern
Berlin: Mehrere Länder-Justizminister haben im Zusammenhang mit der Zukunft der Jobcenter eine schnelle Grundgesetzänderung gefordert.
In einer gemeinsamen Erklärung der Länder Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg, Berlin und Bremen heißt es, die Abkehr von der bisher beabsichtigten Aufgabentrennung bei den Jobcentern sei ein längst überfälliger Schritt. Die Ministerpräsidenten der unionsregierten Länder und die Unionsfraktionsspitze im Bundestag hatten sich gestern auf eine Linie geeinigt. Nun wolle die Union mit der SPD über eine Grundgesetzänderung verhandeln, hieß es.
Die Bundesagentur für Arbeit hält das Vorhaben der Bundesregierung, den Erhalt der Jobcenter über eine Grundgesetzänderung juristisch abzusichern, für riskant. BA-Vorstandsmitglied Alt sagte der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG, dies sei mit Blick auf den Kalender politisch sicherlich sehr ehrgeizig. Das Bundesverfassunggericht fordert eine Reform der Regelung bis Ende dieses Jahres.
Katholisches Zentralkomitee will rasche Aufklärung des Missbrauchsskandals
Berlin: Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken hat gefordert, den Missbrauchskandal im Jesuiten-Orden rasch aufzuklären.
ZdK-Präsident Glück sagte, es müsse volle Transparenz geben, so schmerzlich dies auch sein könne. Die Bildungsarbeit der katholischen Kirche dürfe aber durch die Vorfälle insgesamt nicht in ein schlechtes Licht gerückt werden.
Einer der beschuldigten früheren Lehrer des Berliner Canisius-Kollegs hat den sexuellen Missbrauch von Schülern Presseinformationen zufolge bestritten. Die TAGESZEITUNG berichtet, der Mann habe lediglich eingeräumt, Kinder geschlagen zu haben. Dem Ex-Pädagogen wird vorgeworfen, sich an Minderjährigen an Schulen in Berlin, Hamburg und St. Blasien im Schwarzwald vergangen zu haben.
Janukowitsch siegt in Ukraine
Kiew: In der Ukraine ist der pro-russische Oppositionsführer Janukowitsch zum Sieger der Stichwahl um das Präsidentenamt erklärt worden.
Dem vorläufigen Endergebnis zufolge erhielt Janukowitsch 48,8 Prozent der Stimmen. Seine pro-westliche Rivalin, Regierungschefin Timoschenko, kam auf 45,6 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 69 Prozent.
Timoschenko schloss nicht aus, das Wahlergebnis bei einem knappen Ausgang anzufechten. Sie hatte ihrem Rivalen Wahlfälschung vorgeworfen. Die Bundesregierung, die Europäische Union sowie die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa bezeichneten den Verlauf der Abstimmung dagegen als demokratisch.
Die EU-Außenbeauftragte Ashton kündigte an, Janukowitsch bei politischen Reformen zu unterstützen. Die Europäische Union freue sich, mit dem neuen Präsidenten zusammenzuarbeiten.
Hamburg tut etwas gegen vereiste Straßen
Hamburg: Die Behörden in der Hansestadt wollen von heute an zusätzliche Maßnahmen starten, um vereiste Straßen und Gehwege zu räumen.
Nach Angaben von Stadtentwicklungssenatorin Hajduk sollen etwa eintausend zusätzliche Kräfte im Winterdienst eingesetzt werden. Zudem werde eine Hotline geschaltet, unter der Anwohner nicht gestreute öffentliche Flächen melden können. Hajduk versprach, die sehr schwierige Situation auf Hamburger Gehwegen und Straßen spürbar zu verbessern.
2. Fußball-Bundesliga
München: Zum Abschluss des 21. Spieltags in der Zweiten Fußball-Bundesliga hat Schlusslicht Ahlen überraschend einen Auswärtssieg eingefahren.
Der Tabellenletzte gewann bei 1860 München mit 1 zu 0.
Das Wetter:
Anfangs stärker bewölkt, zunehmend auflockernd, trocken, örtlich Nebel, bei minus 6 Grad auf Norderney und Sylt, minus 12 Grad um Göttingen und bis minus 16 Grad am Plöner See und an der Müritz.
Am Tage stark bewölkt, vereinzelt etwas Schneegriesel möglich, minus 6 Grad an der Lübecker Bucht und bis minus 2 Grad in Emden.
Die weiteren Aussichten:
Am Mittwoch viele dichte Wolken, gelegentlich Schneefall, minus 7 bis minus 1 Grad.
Am Donnerstag bedeckt oder trüb, zeitweise Schneefall, minus 4 bis minus 1 Grad.
Die Windvorhersage:
Deutsche Bucht: Ost 4 bis 5, nachts abnehmend 3, südostdrehend.
Westliche Ostsee: Schwachwindig.
Südliche Ostsee: Schwachwindig.