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30.01.2010 00:00 Uhr

Im Anschluss an die Nachrichten hören Sie eine Unwetterwarnung.

Möglicherweise neue Steueraffäre

Berlin: Steuersünder mit einem Konto in der Schweiz müssen sich nach einem Presse-Bericht möglicherweise auf ein Strafverfahren einstellen. Ein Informant habe der deutschen Finanzverwaltung die Daten von 1500 Kapitalanlegern angeboten, schreibt die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG. Für die Daten verlange der Mann 2,5 Millionen Euro. Bundesfinanzminister Schäuble überlege derzeit, ob er sich auf den Handel einlassen solle. Die Unterlagen könnten dem Bericht zufolge rund 100 Millionen Euro in die Staatskasse spülen. In der Liechtenstein-Affäre im Februar 2008, in die unter anderem der ehemalige Post-Chef Klaus Zumwinkel verstrickt war, hatte der Bundesnachrichtendienst für entsprechende Datensätze rund fünf Millionen Euro bezahlt.

Streit um Röslers Reformpläne

Berlin: In der schwarz-gelben Koalition zeichnet sich ein Streit über die Reformpläne von Gesundheitsminister Rösler ab. CSU-Chef Seehofer gab einer sogenannten Kopfpauschale im Gesundheitswesen keine Chance. Er werde gegen eine solche Systemänderung Sturm laufen, kündigte der bayerische Ministerpräsident an. Auch wenn das Vorhaben mit einem Sozialausgleich flankiert würde, bliebe es blanke Illusion. In einer Aktuellen Stunde des Bundestages wertete die Opposition die angekündigten Zusatzbeiträge gesetzlicher Krankenversicherungen als Einstieg in die Kopfpauschale.

Weltsozialforum endet in Porto Alegre

Porto Alegre: In der brasilianischen Stadt ist das Weltsozialforum zu Ende gegangen. Fünf Tage lang diskutierten mehr als 30.000 Globalisierungskritiker über alternative Wirtschafts- und Sozialmodelle. Wichtigstes Thema waren in diesem Jahr die Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise. Die Initiatoren sehen sich durch die aktuelle Krise in ihrer Kapitalismuskritik bestätigt. Prominentester Redner war der brasilianische Staatschef da Silva, der unter anderem zur weltweiten Solidarität mit Haiti aufrief. Das Weltsozialforum wurde vor zehn Jahren als Gegenveranstaltung zum Weltwirtschaftsforum in Davos gegründet.

Anne-Frank-Tagebuch für Virginia zu pornografisch

Washington: Das weltberühmte "Tagebuch der Anne Frank" wird aus zahlreichen Schulen im US-Bundesstaat Virginia verbannt. Die Behörden eines Bezirkes monierten, das Buch enthalte Themen aus dem Sexualbereich. Darüber hätten sich Eltern beschwert. Den Schülern werde nun eine entschärfte Version zur Verfügung gestellt. In dem Tagebuch schildert das 13-jährige jüdische Mädchen Anne Frank, wie sich ihre Familie mehr als zwei Jahre vor den Nationalsozialisten versteckt hatte. Dabei beschreibt sie auch Gefühle und körperliche Veränderungen in der Pubertät. Anne Frank starb im April 1945 im KZ Bergen-Belsen bei Hannover.

Busfahrer-Streiks in Schleswig-Holstein

Pinneberg: In Teilen Schleswig-Holsteins werden die Busfahrer ihren Streik bis heute Mittag ausdehnen. Betroffen seien die Pinneberger Verkehrsgesellschaft, die Elmshorner Stadtverkehrsgesellschaft sowie die Kreisverkehrsgesellschaft in Uetersen, teilte die Gewerkschaft verdi mit. Sie begründete diesen Schritt damit, dass die PVG die Notdienstvereinbarung gebrochen und gestern heute Busse für das Fußball-Bundesligaspiel in Hamburg bereit gestellt hätte. Zuvor waren in ganz Schleswig-Holstein etwa 400 Busse in den Depots geblieben. Die Fahrer des privaten Omnibusverkehrs kämpfen für eine einheitliche Bezahlung in der Branche. Zurzeit betrügen die Unterschiede bis zu 250 Euro im Monat, sagte der Landesstreikleiter.

Fußball am Freitag

Hamburg: Das Nordderby in der Ersten Fußball-Bundesliga ist unentschieden ausgegangen. Der Hamburger SV und Meister VfL Wolfsburg spielten 1 zu 1. In der Zweiten Liga hat der FC St. Pauli durch einen 2 zu 0-Sieg in Duisburg die Tabellenführung übernommen. Außerdem spielten: Greuther-Fürth : Cottbus 1 zu 0 Koblenz : Düsseldorf 1 zu 0.

Das Wetter: Stark bewölkt, teils kräftiger und länger anhaltender Schneefall, in Niedersachsen gegen Morgen nachlassend, minus 2 bis minus 6 Grad. Am Tage anfangs dicht bewölkt und örtlich noch Schneefall, später aus Nordwesten Auflockerungen, minus 3 bis 0 Grad, verbreitet Glättegefahr und Schneeverwehungen. Die Windvorhersage: Deutsche Bucht: Nördliche Winde um 5, Schneeböen, Westliche Ostsee: Östliche Winde um 4, später Nordost bis Nord 6 bis 7, Ostteil 8, teils schwere Schneeböen, Südliche Ostsee: Östliche Winde 4 bis 5, zunehmend 6 bis 7, Nordteil 8, Südteil später Süd 5, teils schwere Schneeböen.

UNWETTERWARNUNG

Und nun die angekündigte Unwetterwarnung: Nachts an der Ostseeküste starker Schneefall mit Neuschneemengen von mehr als 15 Zentimetern in zwölf Stunden. In Verbindung mit heftigen Böen sind anfangs an der Holsteinischen- und Mecklenburger Ostseeküste, später auch in Vorpommern starke Schneeverwehungen zu erwarten. Verbreitet besteht Glättegefahr.

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