26.01.2010 01:00 Uhr
Afghanistan-Treffen im Kanzleramt
Berlin: Bundeskanzlerin Merkel und mehrere Minister haben im Kanzleramt über die künftige Afghanistan-Strategie gesprochen.
Ergebnisse wurden noch nicht bekannt. Vor dem Treffen hatte Merkel gesagt, es gehe um ein neues zivil-militärisches Gesamtpaket. Der zivile Aufbau, die Ausbildung von Polizisten und militärische Aktivitäten stünden in einem Zusammenhang. Merkel und die Minister wollen sich für die Internationale Afghanistan-Konferenz am Donnerstag in London abstimmen.
In der Runde sollte möglicherweise auch eine Vorentscheidung darüber fallen, ob Deutschland zusätzliche Soldaten nach Afghanistan schickt. Die Kanzlerin strebt eine möglichst breite Mehrheit im Bundestag an. Heute früh will sie alle Partei- und Fraktionschefs über die Regierungs-Pläne informieren.
Ein Toter aus von Fels verschüttetem Haus in Oberbayern geborgen
Rosenheim: Ein Felsblock von der Größe eines Omnibusses ist im oberbayerischen Ort Stein an der Traun auf ein Haus gestürzt.
Nach Polizeiangaben kam dabei mindestens ein Mensch ums Leben. Drei Bewohner liegen noch unter den Trümmern, zu zweien besteht Kontakt. Etwa 200 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk versuchten sich mit Händen und Schaufeln zu den Verunglückten vorzuarbeiten. Großes Bergegerät könne aus Sicherheitsgründen noch nicht eingesetzt werden, sagte ein Sprecher. In dem Haus wohnte ein Elternpaar mit seinen 16 und 18 Jahre alten Kindern.
Warum sich der riesige Block aus der Felswand oberhalb der Ortschaft löste, ist unklar. Zunächst befürchteten die Rettungskräfte, der Hang könnte noch weiter abrutschen.
Kritik an Rösler wegen Zusatzbeitrag der Krankenkassen
Berlin: Angesichts höherer Beiträge für Millionen Krankenversicherte in Deutschland ist Kritik an der Arbeit von Bundesgesundheitsminister Rösler laut geworden.
Sein bayerischer Kollege Söder sagte der "Süddeutschen Zeitung", Rösler müsse endlich Vorschläge machen, wie das Defizit in der gesetzlichen Krankenversicherung reduziert werden kann. Vor allem die überbordende Bürokratie im Gesundheitswesen müsse abgebaut werden. Ein Sparpaket dürfe allerdings nicht dazu führen, dass die Leistungen für die Patienten oder die Honorare der Ärzte gekürzt werden.
Die DAK hatte heute als erste große gesetzliche Krankenkasse bekannt gegeben, vom kommenden Monat an einen Zusatzbeitrag von monatlich acht Euro zu erheben. Auch die KKH Allianz und mehrere Betriebskrankenkassen kündigten einen Zuschlag in dieser Höhe an.
UN: Haitianer müssen viel länger versorgt werden als angenommen
New York: Die Überlebenden des Erdbebens in Haiti müssen nach Ansicht der Vereinten Nationen viel länger versorgt werden als angenommen.
Die Chefin des Welternährungsprogramms, Sheehan, sagte, das Projekt Haiti sei möglicherweise die größte Herausforderung, vor der ihre Organisation in 40 Jahren gestanden habe. Ursprünglich seien ihre Experten davon ausgegangen, zwei Millionen Menschen sechs Monate lang versorgen zu müssen. Inzwischen seien zwölf Monate realistisch. Sie fordere alle Armeen dieser Welt auf, ihre entbehrlichen Fertigmahlzeiten zur Verfügung zu stellen, sagte Sheehan.
Haiti hat auf einer Geberkonferenz in Kanada um drei Milliarden Dollar gebeten, um das Land wieder aufzubauen und die Not der Menschen zu lindern. Ein umfassendes Konzept und dessen Finanzierung sollen Thema einer großen Haiti-Konferenz im März in New York sein.
Elbe wegen Eisgangs gesperrt
Hamburg: Wegen schweren Eisgangs ist die Elbe oberhalb der Hansestadt für die Schifffahrt gesperrt worden.
Betroffen ist der Abschnitt für Binnenschiffe von Hamburg bis Geesthacht. Für Seeschiffe, die zwischen der Hansestadt und der Nordsee unterwegs sind, gibt es keine Behinderungen.
Auch der Verkehr an Nord- und Ostsee ist stark eingeschränkt. An fast allen Häfen hängen Kutter im Eis fest. Auf der Fährlinie zur Insel Amrum fahren seit heute früh keine Schiffe mehr, für morgen und Mittwoch ist jeweils nur eine Verbindung geplant.
In Rumänien und Polen sind bei eisigen Temperaturen erneut mehrere Menschen erfroren. Dort melden Meteorologen Nachttemperaturen von bis zu minus 36 Grad.
Duisburg gewinnt in Cottbus
Cottbus: Der MSV Duisburg hat das Montagsspiel der zweiten Fußball-Bundesliga gewonnen.
Bei Energie Cottbus setzte sich der MSV mit 1 zu 0 durch und hält damit Anschluss an die Aufstiegsränge. In der Tabelle liegen die Duisburger weiter auf Platz sechs.
Das Wetter:
In der Nacht weitgehend trocken, Tiefstwerte von minus 6 Grad auf den Ostfriesischen Inseln, minus 12 in Hamburg, bis minus 16 Grad in Mecklenburg-Vorpommern. Schwacher bis mäßiger, an der ostfriesischen Küste anfangs noch frischer Ost- bis Nordostwind.
Am Tage meist sonnig und trocken, minus 10 Grad im Wendland, minus 6 in Lübeck und Hamburg, bis minus 2 Grad auf den Inseln.
Die weiteren Aussichten:
Am Mittwoch von Norden her dichte Wolken, zeitweise Schnee oder Schneeregen. Minus 7 Grad bis plus 4 Grad, zunehmend stürmisch.
Die Windvorhersage:
Deutsche Bucht: Ost 4 bis 5, abnehmend 3.
Westliche und Südliche Ostsee: Östliche Winde 3 bis 4, abnehmend.