23.01.2010 01:00 Uhr
US-Gericht: Polanski muss zurück in die USA
Los Angeles: Ein amerikanisches Gericht hat entschieden, dass Roman Polanski zu dem Prozess wegen sexuellen Missbrauchs in die USA zurückkehren muss.
Damit scheiterte der Antrag des 76jährigen Regisseurs auf ein Verfahren in Abwesenheit. Polanski steht in der Schweiz unter Hausarrest, nachdem er dort im September festgenommen worden war.
Der Filmemacher hatte 1977 gestanden, ein damals 13 Jahre altes Mädchen mit Drogen gefügig gemacht und dann mit ihr Sex gehabt zu haben. Dem Prozess entzog er sich durch Flucht. Seitdem war er nie wieder in den USA.
Die Anwälte Polanskis wollen nun Berufung dagegen einlegen, dass ihr Mandant von den schweizerischen Behörden ausgeliefert werden soll.
Haiti: Behörden zählen 111499 Tote
Port au Prince: Die Behörden in Haiti haben bereits über einhunderttausend Erdbebentote registriert.
Wie das Innenmininsterium am Abend mitteilte, wurden bislang 111-tausend 499 Leichen gezählt.
Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen warnte unterdessen davor, haitianische Kinder aus dem Erdbebengebiet ins Ausland zu bringen. Selbst Adoptionen seien in aller Regel keine Hilfe. Nach Angaben von UNICEF sind sich alle namhaften Organisationen einig, dass die Kinder in ihrer Umgebung bleiben sollten, so hart dieses Umfeld auch sein mag. Dort müsse ihnen dann geholfen werden.
Viele Hartz-IV-Empfänger müssen Geld zurückzahlen
Berlin: Zahlreiche Familien, die Hartz-4 erhalten, müssen einen Teil der Bezüge zurückzahlen.
Hintergrund ist die Kindergeld-Erhöhung Anfang dieses Jahres. Das Plus von 20 Euro monatlich wird den Hartz-4-Beziehern von ihrem Sozialgeld abgezogen. Aus technischen Gründen sei dies bei den Bescheiden für Januar noch nicht berücksichtigt worden, teilte das Bundes-Arbeitsministerium mit. Nach einem Bericht der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG sollen mehr als eine Million Haushalte von den Rückforderungen betroffen sein. Ein Sprecher der Bundesagentur für Arbeit bestätigte die Zahl nicht. Er räumte aber ein, dass der Verwaltungsaufwand angesichts der geringen Beträge immens sei.
Carstensen: Eine Stimme reicht
Kiel: Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Carstensen zeigt sich nach der Korrektur des Landtags-Wahlergebnisses gelassen.
Die Arbeit der Regierung werde sich dadurch nicht verändern, sagte Carstensen. Auch bei harten Sparmaßnahmen brauche man nur eine Stimme Mehrheit. Mit den Freien Demokraten habe die CDU überdies einen guten Koalitionspartner.
Der Wahlausschuss hatte zuvor das Ergebnis der Landtagswahl in Schleswig-Holstein vom September korrigiert. Bei einer Neuauszählung in einem Bezirk in Husum ergab sich, dass der Linkspartei 32 Stimmen zu wenig angerechnet wurden. Sie hat damit Anspruch auf ein weiteres Mandat im Parlament, die FDP verliert eines. Die Mehrheit der schwarz-gelben Koalition im Kieler Landtag schrumpft somit auf eine Stimme.
Terrorwarnstufe in Großbritannien erhöht
London: In Großbritannien gilt die zweithöchste Terrorwarnstufe.
Die Steigerung von "erheblich" auf "ernst" bedeutet, dass ein Anschlag als sehr wahrscheinlich gilt. Der britische Innenminister Johnson nannte aber keinen konkreten Anlass für die höhere Terrorwarnstufe. Die Behörden sollten jedoch noch wachsamer sein als sonst.
In der kommenden Woche ist London Tagungsort einer Konferenz zur Sicherheitslage im Jemen. Premierminister Brown bezeichnete das Treffen als ein Signal dafür, dass die internationale Gemeinschaft bereit ist, das arabische Land bei den Anstrengungen im Kampf
gegen Al Kaida zu unterstützen. Auch die Afghanistan-Konferenz wird in der britischen Hauptstadt abgehalten.
Stuttgart gewinnt in Freiburg 1 zu 0
Zum Sport:
In der Ersten Fußballbundesliga hat Stuttgart in Freiburg 1 zu 0 gewonnen.
In der Zweiten Liga verlor Rostock bei 1860 München 0 zu 3.
Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat die Hauptrunde der Europameisterschaft in Österreich erreicht.
Die Mannschaft von Trainer Brand bezwang im abschließenden Vorrundenspiel Schweden mit 30 zu 29. Nächster Gegner Deutschlands ist am Sonntag Frankreich.
In der deutschen Eishockey Liga hat sich der EHC Wolfsburg bei den Straubing Tigers mit 5 zu 3 durchgesetzt.
Das Wetter:
In der Nacht trocken, von minus 3 Grad in Lingen bis minus 14 Grad in Mecklenburg-Vorpommern. Schwacher bis mäßiger, an den Küsten teils frischer Südostwind.
Am Tage überwiegend sonnig, teilweise auch stark bewölkt, trocken. Temperaturen von minus 8 Grad am Stettiner Haff, minus 5 in Hamburg bis plus 2 Grad in Osnabrück. Schwacher bis mäßiger, an der See teils frischer Südostwind.
Die weiteren Aussichten:
Am Sonntag teils sonnig, von Westen her bewölkt und Schneefall.
Höchstwerte von minus 9 bis plus 1 Grad.
Die Windvorhersage:
Deutsche Bucht: Südost 5 bis 6, Nordwestteil strichweise 7.
Westliche Ostsee: Südost 4 bis 5, etwas zunehmend.
Südliche Ostsee: Südost 4 bis 5.